Erhöhte Lebensgefahr bei Gewittern und Blitzen

gewitter_blitz_001.jpgImmer wieder fordern Blitzeinschläge auf Sportplätzen Opfer. Im Sommer diesen Jahres wurden durch einen Blitzeinschlag mehrere Spieler und Zuschauer auf einem Fußballplatz bei Ingoldingen (Kreis Biberach) verletzt. Blitze sind nicht berechenbar und je nach Region, Spannung und Zerstörungskraft stark unterschiedlich. Die richtigen Maßnahmen können jedoch helfen die Gefahr für Leib und Leben zu minimieren.

Nach der neuen DIN 18014 und der neuen Europanorm DIN EN 62305-2 (VDE0185-305-2) sind die Betreiber sogar verpflichtet Blitzschutzvorkehrungen zu treffen und bei der Risikoanalyse zu beachten. Wer dies vernachlässigt, muss im Schadensfall mit erheblichen Kosten und Strafen rechnen.

Flutlichtmasten im Besonderen sind allein durch ihren Standort und die Höhe immer durch Blitzschlag gefährdet.
Ein aktuelles Beispiel aus dem Frühsommer diesen Jahres zeigt, dass mit Gewittern auf Sportplätzen nicht zu spaßen ist und rechtzeitig Vorkehrungen getroffen werden müssen.

Im Mai berichteten swr.de und nachfolgend alle namhaften deutschen Presseagenturen über den folgenden Vorfall bei Ingoldingen in Baden-Württemberg:

„Bei einem Blitzeinschlag auf einem Fußballplatz in Ingoldingen in Baden-Württemberg sind am Sonnabend 26 Menschen verletzt worden, drei davon schwer. Nach Angaben der Polizei hatten sich zum Zeitpunkt des Blitzeinschlages zwei Jugendfußballmannschaften auf ein Fußballspiel vorbereitet. „Der Blitzschlag kam wie aus heiterem Himmel“, sagte ein Polizeisprecher.

Drei der Fußballer im Alter von 17 Jahren standen zu dieser Zeit am Rande des Sportplatzes bei einem Metallgeländer. Einer von den Jugendlichen wurde lebensgefährlich verletzt. Ersthelfer und der Rettungsdienst konnten den Jungen reanimieren. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Ulm geflogen. Die anderen beiden Fußballer wurden schwer verletzt.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei wurden 13 weitere Fußballspieler und mehrere Zuschauer auf und beim Spielfeld leicht verletzt. Ebenfalls leicht verletzt wurden zwei Mädchen im Alter von 18 und 19 Jahren, die auf einem Beachvolleyballfeld beim Sportplatz gerade mit dem Rechen des Sandes beschäftigt waren.

Beide Schwerverletzte und alle Leichtverletzten wurden in umliegende Krankenhäuser in Biberach, Ravensburg und Sigmaringen eingeliefert. In mehreren Gebäuden in der näheren Umgebung fiel der Strom aus.

Die Erschütterung durch den Blitzeinschlag war Zeugenangaben zufolge sehr heftig. „Niemand hatte damit gerechnet, da es zwar leicht zu nieseln begonnen hatte aber eigentlich kein Gewitter am Himmel zu hören oder zu sehen war“, sagte der Polizeisprecher. Neben der Polizei waren 20 Rettungswagen mit 50 Rettungssanitätern und vier Notärzten im Einsatz.

Peter Egner von E&S Elektro Egner rät: „Eines vorweg: Es gibt keinen hundertprozentigen Blitzschutz! Jedoch können durch geeignete Maßnahmen die Risiken gemindert werden:

Bei Sportanlagen sind immer die Flutlichtmasten sowie die Zäune und, falls vorhanden, die Barrieren mit in den Blitzschutz aufzunehmen. Ein umlaufender Ringerder verbindet dann alle oben genannten Anlagenteile miteinander. Mit zusätzlichen Tiefenerdern oder einer Potentialsteuerung um die Masten kann der Blitzschutz noch effizienter gemacht werden.

Grundsätzliche Anforderungen der verschie-denen Erder bezüglich Eignung und Werkstoff sind ebenfalls in den neuen DIN-Vorschriften gegeben.

Wo es technisch machbar ist, sollten Masten und Regnersteuerungen gegen Überspannungen geschützt werden um Personenschäden sowie Beschädigungen an elektronischen Materialien zu vermeiden.“




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