Pflege von Sportanlagen - Ihr Fahrplan zum Erfolg

pflege fahrplan 001 sportrasen pflegeplanRechtzeitig planen! Die Winterpause geht zu Ende und die ersten angenehmen Sonnenstrahlen machen Lust auf Sport im Freien. Platzwarte und Eigentümer von Sportanlagen sollten sich frühzeitig auf den Saisonstart vorbereiten und notwendige Arbeiten rechtzeitig organisieren. Sind alle Maschinen über den Winter gewartet worden und fertig für den ersten Einsatz? Ist Material vorhanden für die erste Düngung Ihres Sportrasens, die Instandsetzung Ihrer Tennis- oder Leichtathletikanlage (aus Tennendecken) oder die Pflege Ihres Kunstrasens? Sind Dienstleitungen über klassische Frühjahrsaktionen wie Striegeln, Verticutieren oder z.B. die Reinigung Ihrer Kunststoffflächen und Tartanbahn beauftragt?

Man stellt schnell fest, dass eine Art Fahrplan mit Terminen über das Jahr verteilt sinnvoll ist. Über die Jahreszeiten hinweg wiederholen sich verschiedene Arbeiten jedes Jahr und der erfahrene Platzwart plant daher schon lange im Voraus. Ganz ähnlich verhält es sich auch mit unseren Pflegesystemen in welchen Sie über 1-5 Jahre einen Pflegevertrag abschließen können und wir verschiedenste Arbeiten für Sie übernehmen.

Die wichtigsten Termine für verschiedene Belagstypen

Sport- und Hybridrasen

Für den Sport- und Hybridrasen kann man zusammenfassen: im Frühjahr sollte gedüngt und dazu leicht egalisierst, evtl. gestriegelt oder vertikutiert werden. Planen Sie diese Maßnahmen grundsätzlich für April/Mai ein (es kann witterungsbedingt zu zeitlichen Änderungen kommen). Mähen und wässern Sie immer nach Bedarf, unabhängig von der Jahreszeit. D.h. wenn der Rasen im November noch wächst, wird er geschnitten. Wächst er schon im März, beginnen wir mit dem Schneiden im März. 6-8 Wochen nach der ersten Düngung, benötigt der Sportrasen wieder einen kleinen Wachstumsimpuls in Form einer Erhaltungsdüngung.

Es kann sein, dass dieser Termin dann schon mit einer Regenerationsmaßnahme zusammen liegt, was durchaus praktisch sein kann. Die Termine für die Regeneration werden meistens vom Spielplan bestimmt, doch oft ist die Sommerpause zu kurz oder es stehen z.B. Sportfeste an. Planen Sie Trainingseinheiten oder Punktspiele daher frühzeitig auf einem Ausweichplatz, ggf. sind auch Auswärtsspiele eine Hilfe. Ob besandet, gelockert oder nachgesät werden sollte, klären Sie im Zweifel immer mit Ihrem INTERGREEN-Fachberater, er wird Ihnen notwendige und sinnvolle Maßnahmen vorschlagen. Wenn die Regeneration erfolgreich durchgeführt wurde, steht dem Start der neuen Saison nichts im Wege.

Ein Rasenplatz benötigt mehr Pflege als reines Mähen und gelegentliches Beregnen, um dauerhaft funktionsfähig zu bleiben. In der neuen Saison, also im August/September, benötigt Ihr Rasenplatz nochmal Nährstoffe, um ausreichend strapazierfähig zu bleiben. Je nach Platzaufbau und Belastung kann auch eine Herbstdüngung mit einem erneuten Egalisieren der Oberfläche im Oktober sinnvoll sein. Die Pflege von Hybridrasensystemen wird nochmal detailliert in unserer ZTV Hybridrasen erklärt (Download unter: http://intergreen.de/images/stories/ztv/INTERGREEN_ZTV_Hybridrasen.pdf)

Kunstrasen

Wird Ihr Kunstrasen das ganze Jahr über bespielt, sollte er auch das ganze Jahr gepflegt werden. Dennoch sind einige Maßnahmen nur zu bestimmten Zeiten sinnvoll. Das Egalisieren der Oberfläche, sowie das Aufbürsten der Fasern, kann zu jeder Jahreszeit erfolgen. Einschränkungen gibt es nur dann, wenn es entweder an der Oberfläche zu feucht ist und sich Granulat oder Sand als Folge sich schlecht egalisieren lassen, oder wenn die Oberfläche mit Schnee bedeckt bzw. eingefroren ist. Bei starken Frost sollten die Kunststofffasern nicht unnötig mechanisch beansprucht werden.

Eine professionelle Reinigung des Kunstrasens gelingt nur bei absoluter Trockenheit, daher sind die Sommermonate hier zu bevorzugen. Dabei wird das gesamte Belagssystem gereinigt und evtl. auch neues Granulat oder Sand eingearbeitet. Dadurch bleibt der Kunstrasen sauber und er erhält seine sportfunktionellen Eigenschaften (z.B. Kraftabbau). Kleinere Reparaturen können bei trockener Witterung und Frostfreiheit ausgeführt werden. Unabhängig von der Nutzung sollte die Anlage immer sauber gehalten werden. Entfernen Sie Schmutz von den Zuwegungen, beseitigen Sie Laub, Unrat etc. min. wöchentlich.

Kunststoffbeläge

Ähnlich wie bei Kunststoffrasensystemen, verhält es sich beim Kunststoffbelag für Leichtathletik- und Multifunktionsanlagen. Laufbahnen und Kleinspielfelder sollten immer sauber sein. Gerade Laub zersetzt sich sehr schnell, lagert sich in Poren des Kunststoff- oder Tartanbelags ein und ermöglich so eine zunehmende Begrünung. Bilden sich Moos, Flechten oder Algen wird die Reinigung richtig schwierig. Daher sollten Kunststoffbeläge zum Erhalt der sportfunktionellen Eigenschaften und auch vorbeugend gegen Moosbildung regelmäßig professionell gereinigt werden. Eine solche Reinigung sollte nur mit Spezialgerät ausgeführt werden; dabei werden lediglich Wasser und spezielle Bürsten verwendet. Mit hohem Druck und in definierten Bewegungsabläufen wird das Wasser eingesetzt, um Verschmutzungen aus den Poren zu lösen und diese auszuspülen. Der Profi reinigt ausschließlich mit Wasseraufnahme, d.h. das Schmutzwasser wird während der Reinigung abgesaugt. Die Intensivreinigung von Kunststoffflächen überzeugt jeden, der ein Vorher-Nachher Bild gesehen hat oder die Reinigung selber begutachten kann. Zur Ausführung kommt sie idealerweise im Frühjahr vor Saisonbeginn, aber auch die Sommerferien oder der Herbst sind gut geeignet.

Tennenflächen und Hartplätze

Auf Tennenflächen, Hartplätzen und Tennisanlagen aus Asche oder Ziegelmehl sollte ebenfalls regelmäßig auf Sauberkeit geachtet werden. Laub und Unrat muss wöchentlich entfernt werden. Zur dauerhaften wöchentlichen Pflege gehört auch das Abziehen mit einer Baustahlmatte oder einem Besen um die Ebenheit zu erhalten. Gerade im Frühjahr (März/April) benötigen diese Beläge einen Arbeitsgang zur Verdichtung, da die wassergebundene Deckschicht im Winter zur Auflockerung durch Frost neigt. Für Tennisanlagen genügen dabei kleine und leichtere Glattmantel-Walzen (auch handgeführt) von ca. 200 - 500 kg. Auf größeren Flächen kommen Aufsitzwalzen mit 1-2 to. Gewicht zum Einsatz.

Im Sommer können Hartplätze gut mit neuem Material abgestreut, gelockert und abgesiebt werden. Im Herbst steht auch hier das Entfernen von Laub auf dem Programm. Ganzjährig (nur bei Nutzung) sollte der Tennenbelag feucht gehalten werden, da es sonst rasch zu Belagsdurchtritten kommen kann. Sobald die Deckschicht durch getreten ist, spielt sich Grobkorn aus den darunterliegenden Schichten heraus und verunreinigt die Oberfläche. Dabei entsteht eine ernstzunehmende Verletzungsgefahr für die Sportler. Belagsdurchtritte sollten daher schnellstens mit neuem Material aufgefüllt, egalisiert und verdichtet werden.

Halten Sie daher immer etwas frisches Deckschichtmaterial vor und überprüfen die Anlage wöchentlich auf Durchtritte (typische Stresszonen sind Torräume, Elfmeterpunkte, Startbereiche auf Laufbahnen, Bereiche an Absprungbalken). Sind große Flächen stark begrünt oder extrem mit Material aus der Tragschicht verunreinigt, hilft nur noch eine tiefgründige, teure Sanierung.

Vorteile durch rechtzeitige Planung

Die fachgerechte Unterhaltung von Sportanlagen verhindert teure Instandsetzungen und ermöglicht Sportlern stets ideale Bedingungen für Training und Wettkampf. Gute Planung zahlt sich deshalb in der Pflege von Sportanlagen immer aus und darum schätzen so viele Kunden die Dienstleistungen der INTERGREEN-Fachbetriebe. Sie suchen einen Betrieb, der Sie im Bereich Sportstättenbau und Sportplatzpflege unterstützt? Die INTERGREEN AG und ihre Fachbetriebe sind die richtigen Partner für nachhaltige, effektive und innovative Lösungen. Das bestätigt übrigens auch die Statistik: über 500 Sportanlagen werden jährlich durch INTERGREEN-Partner betreut. Gebaut und renoviert wurden bislang über 14 Millionen qm Sportflächen und über 22.000 Leser erreicht allein unser INTERGREEN-Report mit vielen hilfreichen Tipps und Informationen.

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