50 Vereinsvertreter auf neuesten Stand gebracht

„Acker!“ – vernichtender kann ein Urteil für ein Fußballfeld kaum ausfallen. Glücklicherweise verfügen die bayerischen Fußballvereine in der Regel über Plätze, die in deutlich besserem Zustand sind. Dahinter steckt allerdings viel Arbeit und was viele nicht wissen: Sportplatzpflege ist eine Kunst für sich.

Beim Sportplatz-Fachseminar 2013, das der Bayerische Fußball-Verband zusammen mit seinem Partner Hilgers jetzt in Gaimersheim durchführte, brachten sich 50 Vereinsvertreter auf den neuesten Stand und bekamen bei insgesamt drei Vorträgen der Rasen-Spezialisten wertvolle Einblicke in die Welt der professionellen Platzpflege.

Verkürzung der spielfreien Zeit durch neues Renovationskonzept „11MAX“

Der Schwerpunkt lag dabei auf der sogenannten „Renovation“. Teilnachsaat, Ausbesserung, Auswechslung mit Rollrasen – es gibt einige Möglichkeiten, eine Naturrasenfläche wieder schnellstmöglich nach einer langen Saison bespielbar zu machen, doch irgendwann gibt auch der bestgepflegte Rasen auf, reichen die herkömmlichen Methoden nicht mehr aus. Dann heißt es: Alt raus, neu rein und damit zum Unmut der Mannschaften aber auch für etliche Wochen „spielfrei“.

Mit dem Renovationskonzept „11MAX“ kann diese Zeit auf acht bis zehn Wochen verkürzt werden. „Renovations-Profi“ Mark Trübenbacher erläuterte den Anwesenden die einzelnen Schritte des Konzepts und die Vorteile des neuen Verfahrens. Diese wurden dann auch auf dem Platz des gastgebenden TSV Gaimersheim gleich noch einmal praxisnah präsentiert.

Finanzierung von Sportstätten, Dünger, Spritzmittel & Co.

Dass nicht jeder Pilz für den Rasen schlecht sein muss, verdeutlichte Marcus Neeman, Chefredaktuer von pitchcare.de, in seinem Vortrag. So können bestimmte Pilze zum Beispiel die Nährstoffaufnahme der Rasenwurzel verbessern und damit die Lebensdauer des Rasens deutlich erhöhen. Beim Einsatz von Dünger, Spritzmitteln und Bodenhilfsstoffen heißt es aber auch wie so oft: gewusst wie und nicht unbedingt je mehr, desto besser!

Weitere Seminarthemen waren die aktuellen Hochwasserschäden und die korrekte Vorgehensweise, um schnell die maximale finanzielle Unterstützung zur Beseitigung der Schäden zu bekommen sowie die aktuellen Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten beim Sportstättenbau. Die abschließende Diskussion rundete das Sportplatzfachseminar 2013 ab. Keine Frage blieb von den Profis unbeantwortet, sodass die 50 Vereinsvertreter mit allerhand Infos und Know-how im Gepäck die Heimreise antreten konnten.

Impressionen von der Veranstaltung